Ausverkauf in der ehe­maligen Schmider-Villa

Ausverkauf in der ehe­maligen Schmider-Villa

(sfe) Viele Jahre war die Resi­denz des ehemaligen Flowt­ex-Boss Manfred Schmider, in bester Dur­lacher Höhenlage, der Öff­entlichkeit entrückt. Dichte Zäune versperrten den Blick auf das herrschaft­liche Anwesen, direkt ne­ben dem Rittnerthof. Nur selten öffneten sich die Ka­mera-überwachten Schie­betore des Park-Areals um das Aus-oder Einfahren, meist großvolumiger Li­mousinen, zu ermög­lichen. Eher als Randnotiz hatte die Karlsruher Bevölkerung von den opulenten Geburtstags­feiern des damaligen Haus­herrn er­fahren, die dort auf­wen­digst zelebriert worden sind. Die Wichti­gen aus Politik- und Wirt­schaft so­wie Promi-Sterne und -sternchen gaben sich ein zumeist glamouröses Stell­dichein. Nur vereinzel­te Proteste der Nachbar­schaft, wegen des Flug­lärms aufgrund eines dort betriebenen Hub­schrau­ber-Landeplatzes, brachte das Höhen-Areal in die öf­fentliche Diskussion.

An­sonsten war es eher still um das Anwesen. Daran änderte sich auch kaum etwas, selbst nachdem der im Jahr 2000 aufge­deckte Flowtex-Skandal, zu einer Änderung der Ei­gen­tumsverhältnisse geführt hatte. Angeblich habe ein osteuropäischer Ge­schäfts­mann die Villen zwischenzeitlich gekauft und bewohnt. Dieser wolle aber in der Anonymität blei­ben. Erst im Herbst die­sen Jahres wurde der interessierten Öffentlichkeit die Möglichkeit geboten, den Wohnsitz von „Big Manni“ aus nächster Nähe zu betrachten. Zuvor hatte der SWR die Villen auf dem Turmberg als Origi­nalschauplatz für den dem­nächst zu sehenden Spielfilm über das Flowtex-Imperium genutzt. Für die­se Filmproduktion wurden im Frühjahr vom SWR et­liche Komparsen, auch aus Durlach, gesucht und auch gefunden.

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